Geheime Distelfinken-Ecken in Niedernhall 08.04.2016

Großer Anklang bei der Tour „Geheime Distelfinken-Ecken in Niedernhall“

Über 80 Personen allen Alters konnten wir mit auf unsere besondere Entdeckungstour in Niedernhall nehmen.
Bürgermeister Achim Beck führte die Teilnehmer an die „geheimen Distelfinken-Ecken in Niedernhall“ und erklärte einige Besonderheiten von Niedernhall aus einem anderen Blickwinkel.
Los ging es an der Linde und nach einer kleinen Begrüßung mit einem Glas Secco „Distelfink“ mach-te sich die große Gruppe neugierig auf den Weg Richtung Mühlsee. Oberhalb des Sees zeigte Herr Beck den Standort der ersten geheimen Ecke. Die alte obere Mühle, genannt Bachmühle, lag direkt am Mühlsee und wurde durch den Forellenbach ge-speist. Das der Forellenbach den ursprünglichen Namen „die Altach“ trug, war für die Niedernhaller eine Überraschung.
Danach ging es weiter zur „alten Ziegelhütte“.
Hier wurden bei vielen alteingesessenen Niedernhallern die Erinnerungen geweckt. Einige haben hier teilweise noch selbst Ziegel und Backsteine geholt und wussten noch genau, wie die Örtlichkeiten da-mals waren. Dabei wurde auch geklärt, dass der Standort der ursprünglichen Ziegelhütte vom alten Stadtplan der Landesvermessung um 1834 noc-mals in der späteren Zeit um einige Meter verlegt wurde.
Nächstes „geheime Eck“ war der alte Bierkeller, der sich an der Neufelser Straße unterhalb des Galgen-berges befindet.
Durch eine große schwere Stahltüre ist der Eintritt üblicherweise verschlossen.
Doch extra zur Erkundungstour „Geheime Ecken in Niedernhall“ haben wir die Türe öffnen lassen und konnten einen Einblick in den tiefen Keller gewähren. Ein besonderer Dank geht hier an die Familie Müller für die zeitliche Überlassung des Kellers. Ursprünglich wurde hier das Bier der Niedernhaller Wirte gelagert. Am Tag der Tour konnten sich die Teilnehmer über ein kleines Schlückchen Bier oder Radler erfreuen, welches gut gekühlt im alten Keller auf die Besucher wartete.
Gut informiert über so manche geheime Ecken, von denen man vorher gar nichts wusste, kam die Gruppe wieder an der Linde an.
Hier wurde noch das verbotene Geheimnis vom Kegelspielen gelüftet.
Und diesem Verbot aus dem Jahre 1613 von der Ratsversammlung, die das Kegeln an der Gerichts-linde gerügt hatte wurde getrotzt.
Schnell waren die neun Kegel aufgestellt, allerdings gar nicht so einfach war es, die Kegel wieder umzuwerfen.
Dies sorgte für viel Freude und langsam ließ man den schönen Abend bei herrlichem Wetter gemein-sam ausklingen.
Wir bedanken uns bei allen Besuchern unserer ersten Tour „Geheime Distelfinken-Ecken in Niedernhall“ und freuen uns schon auf die weiteren Termine, am Freitag, 24.06.2016, 18.00 Uhr, Treffpunkt Kath. Kirche und am Freitag, 14.10.2016, 18.00 Uhr, Treffpunkt Kelterhof.