Klimaschutzteilkonzept

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt und Reaktorsicherheit werden Fördermittel für die Erstellung von Klimaschutzkonzepten bereitgestellt. Für die Erstellung eines „Klimaschutzteilkonzepts Wärme und Industrie & Gewerbegebiet für die Stadt Niedernhall“ erhielt die Stadt Niedernhall einen Zuschuss in Höhe von 13.200,00 €. Das entspricht 50 % der Konzeptkosten, die sich insgesamt auf rund 26.400,00 Euro netto belaufen. Der Zuwendungsbescheid mit dem Förderkennzeichen 03K02260 gilt für den Zeitraum vom 01. September 2015 bis 31. August 2016. Der Förderzeitraum wurde nachträglich bis zum 30.11.2016 verlängert.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausemmissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzinitiativen ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Die Stadt Niedernhall teilt diesen Gedanken und versucht mit dem Fördervorhaben die Klimaschutzinitiative des Bundes zu unterstützen. Mit der Erstellung des Klimaschutzteilkonzepts soll versucht werden, das Gewerbegebiet „AU“ und die öffentlichen Einrichtungen der Stadt Niedernhall dahingehend zu untersuchen, ob mit industrieller Abwärme die kommunalen Einrichtungen versorgt werden können. Dabei handelt es sich um das Freibad, Solebad, sowie auch das Bildungszentrum und die Sporthalle. Aufgrund der unmittelbaren Nähe dieser beiden Gebiete (kommunale Einrichtungen und Gewerbegebiet) können sich in Bezug auf ein gemeinsames Energieversorgungskonzept zahlreiche Synergieeffekte ergeben. Es kann in Zusammenarbeit zwischen den Gewerbebetrieben und der Kommune der Energieverbauch, sowohl bei Kühlungsprozessen (Gewerbebetrieb), als auch bei Strom- und Heizungsverbrauch (Kommune) deutlich reduziert werden.

Im Gewerbegebiet AU sind ca. 30 Firmen und Gewerbetreibende angesiedelt, die in einer Vielzahl von unterschiedlichen Branchen tätig sind. Bspw. Handel mit Meßtechnik, Lackierzentrum, Autohäuer, Präzisionsmechanik, Handelsunternehmen, Verpackungs- und Montageunternehmen, Werbetechnik, Handwerk- und Baubranche, Lebensmittelhandel, Kunststofftechnik, Metallbearbeitung, Pulverbeschichtung, Leitplattenherstellung, Befestigungstechnik, Busunternehmen, etc.

Im Gewerbegebiet AU sind aktuell ca. 1.500 Personen beschäftigt. Damit ist das Gewerbegebiet AU für die Stadt Niedernhall das bedeutendste Gewerbegebiet in Hinsicht auf das Angebot von Arbeitsplätzen.

Die Erarbeitung des Klimaschutzteilkonzepts ist in folgende Arbeitsschritte aufgeteilt:

  1. Potenzialstudie Erneuerbare Energien
  2. Erstellung Wärme- bzw. Kältekataster mit Lageplan
  3. Erstellung eines integrierten Wärmenutzungskonzeptes
  4. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Die Arbeitsschritte konnte mittlerweile fertiggestellt werden. Das Förderprojekt wird folgedessen abgerechnet. Die Öffentlichkeit wurde im Rahmen der Gemeinderatssitzung am Montag, den 20.02.2017 über die Ergebnisse aus dem Klimaschutzteilkonzept informiert. Im Bekanntmachungsblatt der Stadt Niedernhall wurden im Rahmen der Sitzungsberichte zur Gemeinderatssitzung während der Projektbearbeitung bis November 2016 regelmäßig aktuelle Informationen zum Projektstand veröffentlicht.

Das „Klimaschutzteilkonzept Wärme und Industrie & Gewerbegebiet für die Stadt Niedernhall” steht in Kurzform unter “Download Klimaschutzteilkonzept” zur Verfügung.

Bundesministerium

Download Klimaschutzteilkonzept

Ansprechpartner:
Stadtverwaltung Niedernhall
Achim Beck
Bürgermeister
E-Mail: a.beck@niedernhall.de